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Aufgedeckt: Ist Spiritualität gefährlich?

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Aufgedeckt: Ist Spiritualität gefährlich?

«Lege diesen Kristall unter dein Kopfkissen und du bist befreit von Krebs.»

«Diese Meditation heilt deine Depression für immer und ewig!»

«Diese simple Chakrenreinigung steigert dein Selbstwertgefühl wie nichts anderes jemals zuvor.»

 

Es gibt sie, die haltlosen Behauptungen von spirituell arbeitenden Coaches, Mentoren, Heilern und Therapeuten. Wir dürften uns alle einig sein: Obige Versprechungen sind gefährlich. Bedeutet das, dass Spiritualität gefährlich ist? Und woher kommt eigentlich die kollektive Ablehnung von Spiritualität? Lass es uns jetzt herausfinden.

 

 Zeitreise in die frühe Neuzeit

Es ist 1420. In Europa herrscht eine kleine Eiszeit, die noch Jahrhunderte andauern soll. Die Menschen leiden. Nicht nur unter der Eiszeit, sondern aufgrund ihrer verheerenden Auswirkungen auf die Landwirtschaft. In einer Zeit, in der es keinen Supermarkt mit Gemüse, Fleisch und Obst aus allen Ländern der Welt gibt, sondern nur das im Kochtopf landete, was zuvor von Hand angepflanzt oder gezüchtet wurde. Der Hunger wuchs. Alles wurde teurer.

Als ob das nicht genug Krise wäre, herrschten Unwetter und Hagel – die das bisschen Ernte noch weiter schmälerten.

Stellenweise brach auch die Pest wieder aus.

Unsere Vorfahren schlitterten im 15. Jahrhundert von einer Krise in die nächste. Natürlich musste dafür ein Schuldiger gefunden werden.

Der, genauer gesagt, die Schuldigen waren schnell identifiziert: Die bösen Hexen, die das Volk in die Krise stürzten und sich am Leid anderer erfreuten.

Die katholische Kirche war sehr darauf bedacht, ihren Einfluss zu erweitern. Der Glaube um Dämonen und schwarze Magie gab es schon immer. Die katholische Kirche verbreitete also den Glaubenssatz: Wer gläubiger Christ ist, über den hat kein Dämon Macht.

Bis ins 13. Jahrhundert reichte das aus, um ihre Stellung zu wahren. Wer beim «Zaubern» erwischt wurde, wurde aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Wir können nur mutmassen, welche Tätigkeiten unter das Zaubern fielen. Kräuter sammeln. Meditation. Fluchen …

 

Dann geschah etwas, was die Hexenverfolgung so richtig in Gang brachte:

Zauberei wurde damit verknüpft, mit dem Teufel zusammenzuarbeiten. Erz-Ketzern wurden Teufelspakte und Schwarze Magie zugeschoben. Auch den Juden wurden Schadenszauber oder Vergiftungen von Brunnen zugeschoben; der Link zu Hexen und Zauberern war dann nicht mehr weit.

Als dann auch noch der Buchdruck 1450 erfunden wurde und die katholische Kirche ihre Jagd auf Hexen und Zauberer weiter vorantreiben konnte, war die Bewegung nicht mehr aufzuhalten.

Hexen und Zauberer waren schuld an allem Leid. An Ernteausfällen, Pestausbrüchen, Unwetter, Krieg … 1526 predigte Martin Luther gegen Hexerei. Er verabscheute Hexerei sprichwörtlich und unterstützte die Verurteilung von Zauberinnen «weil sie Diebe sind, Ehebrecher, Räuber, Mörder. Sie schaden mannigfaltig.»

 

Jahrhunderte wurden wahllos Menschen verfolgt, gefoltert und hingerichtet. Ca. 60.000 in Europa. Der Aberglaube hält sich bis heute hartnäckig, dass Hexerei etwas «Böses» und «Gefährliches» ist. Dazu beigetragen hat sicherlich auch, dass durch Folter zahlreiche falsche Geständnisse ausgesprochen wurden. Alles, was in der Gesellschaft also ankam: Hexen und Zauberer sind schuld am Elend unseres Dorfes, unserer Stadt, unserer Gemeinschaft. Sie geben es sogar zu.

Die letzte Schweizer Hexe wurde 1782 hingerichtet.

 

Nachwehen der Hexenverbrennung

Hexen brachten grosses Unheil über die Menschen. Das sitzt noch tief in der DNA. Dank der Epigenetik. Dazu haben sich die Jahrhunderte der Hexenverfolgung tief im Kollektiv verankert. Nicht nur die «normalen» Menschen hatten Angst. Auch die Menschen mit ausgeprägten Hellsinnen oder breitem Wissen über Kräuterheilkunde oder alternative Heilmethoden. Wer so holistisch arbeitete, lebte in der ständigen Angst, verraten und danach eingesperrt, gefoltert und hingerichtet zu werden.

 

Wenn wir uns das ansehen, ist es bereits jetzt ein riesiger Fortschritt, dass Spiritualität immer offener gelebt wird. Gleichzeitig kommt nun die Frage auf:

Ist Spiritualität gefährlich?

 

Spiritualität im 21. Jahrhundert

Bevor wir diese Frage klären: Spiritualität ist heute im 21. Jahrhundert gesellschaftlich alles, was sich nicht der Schulmedizin und der Religion entspricht. So zählen für viele Kräuter, Homöopathie und Astrologie oder sogar Sportarten wie Yoga oder Qigong zur Spiritualität.

 

Weitere Felder, die zur Spiritualität gezählt werden:

  • Energetisches Heilen
  • Hellsinne
  • Wissen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin
  • Kristalle
  • Kartenlegen
  • Pendeln
  • Pflanzenmedizin
  • Meditation
  • Journalen
  • Chakrenarbeit
  • Breathwork
  • Achtsamkeit
  • Jenseitskontakte
  • Schamanismus

 

Diese Liste ist nicht vollständig. Jeder definiert anders, was zur Spiritualität gehört oder nicht.

 

Für mich ist Spiritualität, der eigenen Wahrnehmung zu folgen, achtsam mit sich selbst, der Umwelt und anderen Menschen umzugehen und einem höheren Sinn zu dienen. Spiritualität bedeutet für mich, mein Leben so zu gestalten, dass es mich erfüllt. Selbst dann, wenn es entgegen der gesellschaftlichen Norm geht. Spiritualität bedeutet für mich, jeden Tag mehr zu dem Menschen zu werden, der ich wirklich wirklich bin.

Für dich ist Spiritualität vielleicht etwas ganz Anderes und das ist gut so.

 

Ist Spiritualität gefährlich?

Kommen wir nun zur Frage der Frage. Die kurze Antwort lautet: Jein.

 

Es ist für niemanden auf der Welt gefährlich, der Mensch zu sein, der du in Wahrheit bist. Also deine berufliche Erfüllung zu leben, achtsam mit den Menschen in deinem Umfeld umzugehen oder die geistige Welt morgens zu fragen, worauf du über den Tag hinweg deinen Fokus richten darfst.

 

Jedoch gibt es Zweige der Spiritualität, die ich, obwohl ich so eine Befürworterin der Spiritualität bin, gefährlich finde.

 

Etwas ist mir bereits während meiner Tätigkeit als Job-Coach und auch als Coaching-Teilnehmerin in vielen Coachings aufgefallen: Viele Coaches und Mentoren setzten ihre Klienten unter Druck, ihre medikamentöse Therapie abzubrechen. «Man könne alles mit spirituellen, energetischen Coaching-Methoden heilen», so ihre Meinung.

Ich finde das gefährlich. Über Schulmedizin kann man sich streiten, doch in vielen Fällen hilft die Schulmedizin psychisch und mental kranken Menschen dabei, wieder im normalen Leben Fuss zu fassen. Sind Psychopharmaka eine optimale Dauerlösung? Das bezweifle ich. Doch alles über den Kamm zu scheren und Klienten unter Druck zu setzen, die Medikamente abzusetzen, halte ich für den falschen Weg.

 

Idealerweise arbeiten Psychiater und Coaches Hand in Hand zusammen, damit es dem Klienten schnellstmöglich so gut wie möglich geht.

 

Ähnliches beachte ich im Bereich der körperlichen Gesundheit. Energetisches Heilen konnte schon in Studien bewiesen werden. Leider gibt es spirituelle Heiler, die schulmedizinische Behandlungen verteufeln und dadurch das Leben anderer akut gefährden.

 

Auch hier gilt: Arbeiten Schulmediziner und energetische Heiler Hand in Hand, wäre allen mehr geholfen. Denn es gibt Krankheitsbilder, bei denen die Schulmedizin an ihre Grenzen stösst und Krankheitsbilder, bei denen Energiearbeit an die Grenzen stösst.

Gefährlich wird es nur dann, wenn hartnäckig an einem Paradigma festgehalten und die eigene Weltanschauung mit Krampf anderen übergestülpt wird.

 

Gefährliche Substanzen in spirituellen Kreisen

Es gibt Pflanzen, die stark bewusstseinserweiternd wirken. Manche nennen es Drogen, doch sie fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz wie klassische Drogen. Es handelt sich um Pflanzenmedizin, wie Ayahuasca, Kambo, Rapé, Pilze oder Sananga – oder viele viele mehr.

 

Einige spirituelle Lehrer, Mentoren und Coaches konsumieren diese Substanzen regelmässig und verleiten auch ihre Kunden und Follower dazu. Die Schattenseite: Sie werden wie abhängig davon und verlieren den Bezug zur Realität.

Damit möchte ich nicht sagen, dass jeder Konsum dieser Pflanzenmedizin dazu führt, völlig abzuheben und man abhängig wird. Die Gefahr besteht jedoch.

Schlussendlich kennen wir Berichte von Menschen, die durch diese Substanzen dachten, jetzt hellerleuchtet zu sein und sich nur noch von Lichtnahrung ernähren zu können – und dann verdurstet sind.

 

Spiritualität und alles, was du hinzuzählen möchtest, ist weder gefährlich noch ungefährlich. Es ist, was du daraus machst. Es ist, was jeder andere daraus macht.

Wie ein Auto, das du entweder benutzt, um deine Liebsten zu besuchen oder benutzt, um jemanden umzufahren.

 

Was ich schade finde, ist, dass Spiritualität durch Einzelfälle, die ich auch kritisch finde, so verpönt wird.

Dabei kann Spiritualität wunderschön und so hilfreich im Alltag sein.

 

Fazit: Chancen der Spiritualität

Spiritualität hat wunderschöne Aspekte:

Wenn du plötzlich Antworten auf Fragen findest, die du dir seit dem 4. Lebensjahr stellst. Oder die wahre Ursache herausfindest, wieso du kein Glück in der Liebe findest – diese Ursache an der Wurzel auflöst und dich plötzlich in einer liebevollen Partnerschaft wiederfindest.

Oder dank einer Berufungslesung herausfindest, wo deine berufliche Erfüllung wirklich liegt und durch Aura Healing die Zweifel daran aus deinem System gelöscht werden.

 

Diese Techniken funktionieren ohne Pflanzenmedizin oder andere Substanzen. Wir nutzen lediglich die Sinne, die du bereits hast und auch kennst. Aura Healing und Akasha-Chronik-Lesungen sind sicher. Du erhältst Informationen und es liegt an dir, ob du diese Informationen nutzt oder im nächsten Augenblick vergisst. Du bist jederzeit sicher.

 

Auch während der Ausbildung braucht es keine bewusstseinserweiternden Substanzen, um deine Hellsinne auszubilden.

 

Bist du neugierig geworden und möchtest herausfinden, ob du das Zeug zum Heiler hast? Hier ist ein kurzes Quiz, welches dir die Antwort liefert. Ganz ohne Risiken oder Nebenwirkungen.

 

PS: Du kannst. Ende der Geschichte.