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People Pleasing und wie es dein Business zerstört (+ Lösungen)

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People Pleasing und wie es dein Business zerstört

Unser wichtigster Job im Business ist, unsere Kunden glücklich zu machen. Dessen haben wir uns verschrieben. Doch es gibt einen Unterschied zwischen «sich Mühe geben, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erreichen» und «alles machen, damit der Kunde rundum glücklich und zufrieden ist».

 

Ersteres ist der normale Einsatz, der für ein sagenhaft erfolgreiches Business unabdingbar ist. Zweiteres ist das sogenannte People Pleasing.

 

People Pleasing – den Menschen gefallen, wie es auf den ersten Blick zu übersetzen wäre – klingt zunächst hilfreich, jedoch sabotierst du damit dein Business und dein berufliches Vorankommen. Wie du dich daraus befreist, erfährst du jetzt.

 

Was ist People Pleasing?

People Pleasing bedeutet übersetzt: „Menschen gefallen wollen (um jeden Preis)“. Das bedeutet: Jemand, der ein People Pleaser ist, macht (nahezu) alles, um Anerkennung von anderen zu erhalten.

Vielleicht kennst du die Angst vor Ablehnung, die Menschen dazu bringt, über ihre eigenen Grenzen und Bedürfnisse hinwegzugehen, um von anderen gemocht zu werden.

 

Die typischen Anzeichen sind:

  • Nie «nein» sagen – denn das könnte andere enttäuschen.
  • Die Schuld auf sich nehmen – auch wenn der Fehler bei anderen liegt.
  • Sich für alles entschuldigen.
  • Kritik zerreisst innerlich, deshalb wird alles versucht, um keine Kritik zu erhalten – auch wenn das Überstunden und grosse Anstrengungen erfordert.
  • Unsichere Beziehungen erschüttern bis aufs Mark.
  • Es gibt kaum Schlimmeres, als zu erkennen, dass jemand Ablehnung entgegenbringt.
  • Der Selbstwert hängt von den Aussagen und Meinungen anderer ab.

Vielleicht mag das harmlos für dich klingen. Doch nicht nur im Privatleben hat das negative Folgen. Vor allem beruflich zieht es unschöne Folgen nach sich, doch lies selbst.

 

Die (oft) ungesehenen negativen Folgen von People Pleasing

Wenn du es jedem recht machen möchtest, dann vergisst du auf jeden Fall eine Person: dich selbst.

 

Eine WhatsApp mit «!!!DRINGEND!!!» um 22:37 am Sonntag mit einem Auftrag, der am nächsten Morgen um 8 Uhr fertig zu sein hat.

 

Eigentlich wolltest du aber früher ins Bett, um die neue Woche frisch und ausgeschlafen zu starten. Doch dein innerer People Pleaser bringt dich dazu, die gesamte Nacht durchzuarbeiten … schliesslich ist es wichtiger, dass dein Kunde glücklich ist.

 

People Pleasing ruiniert also nicht nur deinen Sonntagabend und deinen Schlaf. Es ruiniert deine gesamte Freizeit. Du warst eigentlich zum Brunch mit deiner besten Freundin verabredet, aber ein Kunde möchte die 46te Korrekturschlaufe – natürlich sofort. Die Entscheidung fällt leicht, oder? Natürlich wird der Brunch abgesagt, damit dein Kunde glücklich ist.

 

Vielleicht denkst du: Ich habe ohnehin wenig Freizeit und liebe es, zu arbeiten. So schlimm sind diese Folgen gar nicht. Kleiner Spoiler: People Pleasing ist kein Luxusproblem.

 

Was bedeutet das für dein Business?

Der Kunde beharrt auf die Verbesserung von einem Part deiner Dienstleistung, von dem du genau weisst, dass das nicht funktionieren wird – aber du machst es trotzdem. Was zieht das nach sich?

 

Einen unglücklichen, nicht erfolgreichen Kunden, der das im gesamten Internet kundtut. Zurecht, denn du hast ihm geschadet. Du wusstest, dass dieser Part essenziell für den Erfolg ist und eine Veränderung alles verschlimmbessert.

 

Vielleicht kennst du es auch, sehr günstige Angebote zu machen. Schliesslich möchtest du Kunden nicht abschrecken und ihnen wirklich helfen. Auch wenn du mit diesen niedrigen Preisen kaum über die Runden kommst.

 

Vielleicht machen deine Kunden, was sie wollen. Auch wenn es gegen eure schriftlich und vertraglich abgemachten Regeln geht. Beispielsweise besteht dein Kunde darauf, frühzeitig aus dem Vertrag zu kommen, und will dazu noch das gesamte Geld zurück – auch wenn du schon viel geleistet hast. Du gibst ihm Recht und überweist alles zurück.

 

Die letzte Rechnung wurde noch nicht bezahlt und du erhältst den Folgeauftrag – den du natürlich annimmst. Auf dein Geld wartest du dann über 6 Monate. Kein Problem, schliesslich betont der Kunde stets, wie zufrieden er mit dir ist. Du erkennst selbst, dass das der direkte Weg ins Business-Aus ist, oder?

 

Runtergebrochen bedeutet People Pleasing für dein Business:

  • Wenig Umsatz durch häufige Rabatte
  • Umsatzstagnation, weil du bei Bestandskunden den Preis nicht erhöhen möchtest/kannst
  • Häufige Liquiditätsengpässe
  • Steigende Unzufriedenheit – seitens deiner Kunden und vor allem deinerseits
  • Wenig Abschlüsse, weil du im Erstgespräch schon in der Tiefe coachst und das Problem löst
  • Wenig Freizeit, weil du viele Zusatzarbeiten erledigst (unentgeltlich)
  • Deine Angebote spiegeln die hohe Qualität nicht wider – Underpromise and Overdeliver ist dein Leitsatz. Dadurch wirst du vergleichbar und du gewinnst weniger Kunden

 

Mit all diesen Folgen ist dein Business in ernsthafter Gefahr. Genau wie deine mentale und emotionale Gesundheit.

 

Denn wenn du wochenlang, monatelang durcharbeitest, brennst du aus. Auch wenn du jetzt sagst, dass du deine Arbeit liebst – wir Menschen brauchen Pausen. Vielleicht sinkt deine Motivation, zu arbeiten von Woche zu Woche, weil du siehst, dass du unternehmerisch gesehen einfach nicht weiterkommst.

 

Ich will an dieser Stelle den Teufel nicht an die Wand malen, jedoch … Es ist wirklich wichtig, dass du aus dem People Pleasing herauskommst, wenn dir dein Business am Herzen liegt. Anderenfalls wartet die Bruchlandung schon sehnsüchtig auf dich.

 

Raus aus dem People Pleasing – in 5 Schritten

Das hauptsächliche Symptom davon, es jedem recht machen zu wollen, ist: Du übergehst deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse. Es kann sogar sein, dass du deine Bedürfnisse gar nicht mehr wahrnehmen kannst. Oder dass du gar nicht mehr abschätzen kannst, was gesunde Grenzen sind. Hier ist die Abkürzung aus dem People Pleasing:

 

Schritt 1: Setze klare «Spielregeln» für dich selbst und für deine Kunden fest. Beispielsweise:

  • Bürozeiten, innerhalb derer du erreichbar bist. Ausserhalb dieser Zeiten beantwortest du keine Telefonate und keine E-Mails. Ende der Geschichte.
  • Feste Anzahl an Korrekturschleifen, die innert einer gewissen Zeit in Anspruch genommen werden können – alle weiteren berechnest du zusätzlich. Falls du coachst, lege Bedingungen von Terminverschiebungen fest.
  • Erstelle eine feste Preisliste für jedes deiner Angebote und egal, was kommen mag: Von dieser Preisliste weichst du nicht ab. 2 Ausnahmen: Du kürzt mit einem Rabatt die Leistung. Du erhöhst den Preis und erweiterst damit deine Leistung.

 

Schritt 2: Frag dich, mit wem du wirklich wirklich arbeiten möchtest.

Frag dich auch, wie du wirklich wirklich arbeiten willst. Und dann setze Grenzen bzw. «Regeln» fest, die dir genau das ermöglichen.

 

Schritt 3: Plane unverhandelbare Me-Time ein.

Diese Zeit ist die erste, die du dir bei der Wochenplanung blockst.

 

Schritt 4: Mach Notfälle deiner Kunden und Klienten nicht zu deinen.

Übe dich darin, nicht direkt zu antworten, besonders wenn du eigentlich schon Feierabend oder deinen freien Tag hast. Deine Kunden werden es überleben. Bevor du zum Mobile greifen willst, halte inne und frage dich:

  • Bin ich wirklich bereit, mein Bedürfnis nach Ruhe für jemanden aufzugeben, der meine Grenzen bewusst überschreitet?
  • Bin ich bereit, die negativen Folgen für mich zu riskieren, damit dieser Mensch seinen Willen bekommt?

 

Schritt 5: Löse und befreie dich von Verstrickungen und Karma, die die «falschen» Kunden am laufenden Band anziehen.

Ja, vielleicht liegt es zu einem Teil am People Pleasing, dass du Kunden hast, die 24/7 Erreichbarkeit fordern, aber höchstwahrscheinlich liegt das auch an Karma, Verstrickungen und anderem energetischen Magnetismus.

 

PurDu® oder People Pleasing – du hast die Wahl

Das innere Bedürfnis, es jedem recht machen zu müssen, kann stark und überwältigend sein. Vor allem, wenn dein früheres Überleben davon abhing, wie gut du Bedürfnisse anderer erfüllen konntest.

 

Heute sichert People Pleasing dir nicht mehr das Überleben. Heute bewahrt es dich vor den eigentlichen Fragen, deren Antworten dein Leben so viel verbessern könnten.

Anstatt von Mitternacht bis Morgengrauen an einem Auftrag zu sitzen, könntest du auch Antworten auf diese Fragen finden:

  • Was mache ich an diesem Abend allein – wenn ich mir gerade den Traumpartner sehnlichst herbeiwünsche und das Alleinsein stärker schmerzt als ein Knochenbruch?
  • Wie könnte ich mir diese Zeit schön machen, auch wenn die Einsamkeit mich überwältigt?
  • Was könnte ich tun, um Selbstliebe zu praktizieren?

 

Dein PurDu® muss es nicht jedem Menschen recht machen. Dein PurDu® möchte sich in jedem Lebensbereich frei entfalten und tun, wonach immer es ihm gerade ist. Also lass das People Pleasing hinter dir und höre auf dein PurDu®.

Du kannst. Ende der Geschichte.

 

Bereit, das People Pleasing hinter dir zu lassen und für dich selbst einzustehen? Gemeinsam lösen wir deine mentalen und emotionalen Hürden auf dem Weg dahin. Vereinbare dazu jetzt ein Standortgespräch.